In der Zahnmedizin hängt fast jeder zweite Euro an der GOZ
47,2 Prozent der Einnahmen von Zahnarztpraxen kamen 2023 aus der Privatabrechnung. Nur Hautarztpraxen kamen auf einen höheren Privatanteil; Arztpraxen insgesamt erzielten zwei Drittel ihrer Einnahmen aus der Kasse.
Die Zahlen
- Laut Statistischem Bundesamt kamen 2023 genau 51,0 Prozent der Einnahmen von Zahnarztpraxen aus der Kassenabrechnung, nach 51,7 Prozent im Vorjahr.
- Der Anteil der Privatabrechnung stieg laut derselben Erhebung von 45,1 auf 47,2 Prozent.
- Bei Arztpraxen lag der Kassenanteil 2023 bei 67,0 Prozent.
Unsere Einordnung
Die Kassenabrechnung läuft über die KZV, die sachlich und rechnerisch prüft und Rückmeldung gibt. Die Privatrechnung geht direkt an die Patientin oder den Patienten, ohne diese Instanz dazwischen. Ob eine Leistung vollständig dokumentiert und begründet ist, entscheidet jedes Team selbst, und ein Fehler fällt oft erst auf, wenn eine Versicherung nachfragt. Bei mehreren Standorten heißt das: Fast die Hälfte des Umsatzes hängt an Gewohnheiten, die von Standort zu Standort verschieden sein können, ohne dass es jemand bemerkt.
Fragen an Ihr Haus
- Wie weit liegt der Privatanteil Ihrer Standorte auseinander, und können Sie den Unterschied erklären?
- Wer bei Ihnen sieht zuerst, wenn Versicherungen an einem Standort gehäuft nachfragen?
Quellen
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung: Arztpraxen erzielten 2023 zwei Drittel ihrer Einnahmen aus Kassenabrechnung, veröffentlicht am 4. Dezember 2025
Datenstand: Daten des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2023, veröffentlicht am 4. Dezember 2025.
Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 18. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.
