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Abrechnung2 Min. Lesezeit

Weniger Karies, mehr Behandlungsfälle in der Zahnarztpraxis

Die Karieserfahrung der 35- bis 44-Jährigen hat sich seit 1989 halbiert, so die Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie von IDZ, KZBV und BZÄK; zugleich stieg die Zahl der allgemeinen, konservierenden und chirurgischen GKV-Fälle 2024 auf 98,2 Millionen (KZBV-Jahrbuch 2025). Für Verbünde deutet das darauf hin: Die Patienten bleiben, aber der Anlass ihres Besuchs verschiebt sich eher von der Füllung zur Kontrolle und Erhaltung.

Die Zahlen

  • Laut der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6), vorgestellt im März 2025 von IDZ, KZBV und BZÄK, hat sich die Karieserfahrung bei den 35- bis 44-Jährigen seit 1989 halbiert.
  • Laut DMS 6 (IDZ, März 2025) sind nur noch fünf Prozent der 65- bis 74-Jährigen zahnlos; der Anteil zahnloser jüngerer Senioren ist laut IDZ um 80 Prozent zurückgegangen.
  • Laut KZBV-Jahrbuch 2025 (Tab. 3.9) wurden 2024 98,2 Millionen Fälle allgemeiner, konservierender und chirurgischer Behandlung mit der GKV abgerechnet, 1,6 Prozent mehr als 2023 und nach eigener Berechnung rund 3,5 Prozent mehr als 2019.

Unsere Einordnung

Weniger Karies ging nicht mit weniger Behandlungsfällen einher, die Zahl der Fälle stieg sogar; ob das an mehr Versicherten oder an häufigeren Besuchen liegt, zeigt die Fallzahl allein nicht. Ein Teil der Erklärung liegt in der DMS 6 selbst: Menschen behalten ihre Zähne länger, und wer bis ins Alter eigene Zähne hat, braucht über Jahrzehnte Kontrolle, Prophylaxe und Erhaltung statt Prothetik. Die Fallzahl sagt allerdings nicht, was in den Fällen geschieht; ein Abrechnungsfall kann eine Kontrolle ohne Befund oder eine umfangreiche Behandlung sein. Für einen Verbund liegt darin ein Steuerungsthema, das in der Gesamtzahl verschwindet: Wenn der Anlass des Besuchs sich zur Kontrolle verschiebt, hängt die Auslastung eines Standorts stärker davon ab, ob Patienten zum nächsten Termin wiederkommen, als davon, wie viele mit akuten Beschwerden anrufen. Ob ein Standort davon profitiert, entscheidet sein Recall, und der kann zwischen zwei Standorten desselben Verbunds sehr verschieden laufen.

Fragen an Ihr Haus

  • Wie groß ist an Ihren Standorten der Anteil der Patienten, die innerhalb eines Jahres nach ihrer letzten Kontrolle wiedergekommen sind?
  • Welcher Anteil der Termine an Ihren Standorten geht heute auf Kontrolle und Prophylaxe zurück, und wie hat er sich in den letzten Jahren verändert?

Quellen

Datenstand: DMS 6: Erhebung 2021 bis 2023, vorgestellt am 17. März 2025; KZBV-Jahrbuch 2025, Abrechnungsstatistik für 1991 bis 2024, Tab. 3.9 (PDF-Stand 12. November 2025). Der Zuwachs von rund 3,5 Prozent gegenüber 2019 ist aus den Tabellenwerten berechnet.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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