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Abrechnung3 Min. Lesezeit

UPT nach der PAR-Therapie: die Nachsorge bindet die Prophylaxe

Die Zahl der neu geplanten Parodontitisbehandlungen in der GKV fiel 2024 um weitere 17,4 Prozent auf 931.900 Fälle, so das Jahrbuch 2025 der KZBV. Weil jede begonnene Behandlung laut PAR-Richtlinie in eine zweijährige unterstützende Parodontitistherapie (UPT) mündet, bestimmen die Neufälle von heute die Recall-Termine eines Verbunds bis weit ins übernächste Jahr.

Die Zahlen

  • Laut KZBV-Jahrbuch 2025 (Tab. 3.9) wurden 2024 in der GKV 931.900 Parodontitisbehandlungen neu geplant, 17,4 Prozent weniger als 2023 und nach eigener Berechnung rund 35 Prozent weniger als 2022 mit 1.445.300 Fällen.
  • Nach der PAR-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (zuletzt geändert am 19. Dezember 2024) beträgt der UPT-Zeitraum zwei Jahre; eine Verlängerung, in der Regel um nicht mehr als sechs Monate, braucht die vorherige Genehmigung der Krankenkasse.
  • Laut derselben Richtlinie richtet sich die Häufigkeit der UPT nach dem Grad der Erkrankung: bei Grad A bis zu zweimal, bei Grad B bis zu viermal und bei Grad C bis zu sechsmal innerhalb der zwei Jahre.

Unsere Einordnung

Die UPT ist der Teil der PAR-Strecke, der am längsten im Kalender steht, und sie folgt den Neufällen mit Verzögerung. Ein Patient mit Grad C kann in zwei Jahren bis zu sechs UPT-Termine haben, einer mit Grad A bis zu zwei; dieselbe Zahl begonnener Fälle bindet also je nach Patientenmix sehr unterschiedlich viel Zeit des Prophylaxeteams. Für einen Verbund folgt daraus, dass der Rückgang der Neufälle von 2023 und 2024 nicht sofort, sondern zeitversetzt in den Terminbüchern ankommt: Die UPT-Strecken der Fälle von 2022 sind weitgehend ausgelaufen, die der schwächeren Jahrgänge danach füllen weniger nach. Das ist eine Folgerung aus den Fristen der Richtlinie, keine gemessene Zahl. Wer Prophylaxestunden je Standort plant, plant deshalb nicht nach dem aktuellen Bedarf allein, sondern nach den Jahrgängen begonnener Fälle und ihrer Gradverteilung, und ob Patienten nach der aktiven Therapie tatsächlich zur UPT erscheinen, ist an jedem Standort eine eigene Größe.

Fragen an Ihr Haus

  • Wie viele Ihrer Patienten mit abgeschlossener aktiver PAR-Therapie haben an jedem Standort die ersten UPT-Termine tatsächlich wahrgenommen?
  • Wissen Sie, wie sich die laufenden UPT-Fälle Ihrer Standorte auf die Grade A, B und C verteilen, und wann die meisten davon auslaufen?

Quellen

Datenstand: Daten für 2022 bis 2024: KZBV-Jahrbuch 2025, Abrechnungsstatistik, Tab. 3.9 (PDF-Stand 12. November 2025); PAR-Richtlinie des G-BA in der Fassung vom 19. Dezember 2024, bekannt gemacht am 29. Januar 2025. Der Rückgang um rund 35 Prozent gegenüber 2022 ist aus den Tabellenwerten berechnet.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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