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Personal3 Min. Lesezeit

Personalkosten in der Zahnarztpraxis: Im MVZ verschiebt sich die Kostenstruktur

31,8 Prozent ihrer Einnahmen gab eine Zahnarztpraxis 2023 im Durchschnitt für Personal aus, in zahnärztlichen Medizinischen Versorgungszentren waren es laut Statistischem Bundesamt 50,3 Prozent. Für Verbünde mit mehreren Standorten heißt das: Die Personalkostenquote eines MVZ lässt sich nicht am Durchschnitt aller Praxen messen, weil im MVZ die Zahnärztinnen und Zahnärzte selbst auf der Gehaltsliste stehen.

Die Zahlen

  • Personalaufwendungen machten 2023 laut Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes 31,8 Prozent der Einnahmen einer Zahnarztpraxis aus; allein die Bruttoentgelte der Beschäftigten ohne angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte lagen bei 20,8 Prozent.
  • Für Material, Fremdlabore und die Nutzung externer Infrastruktur wendeten Zahnarztpraxen 2023 laut Statistischem Bundesamt weitere 20,8 Prozent ihrer Einnahmen auf, darunter 14,6 Prozent für Arbeiten von Fremdlaboren.
  • In zahnärztlichen MVZ lagen die Personalaufwendungen 2023 laut Statistischem Bundesamt bei 50,3 Prozent der Einnahmen, darunter 17,2 Prozent Bruttoentgelte für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte; die Aufwendungen insgesamt erreichten 89,0 Prozent der Einnahmen, gegenüber 68,3 Prozent im Durchschnitt aller Zahnarztpraxen.

Unsere Einordnung

Der naheliegende Schluss wäre, ein MVZ arbeite teurer als der Durchschnitt der Zahnarztpraxen. Die Zahlen tragen diesen Schluss nicht. In der inhabergeführten Praxis steckt die Arbeit der Inhaberin oder des Inhabers im Reinertrag, im MVZ steht dieselbe zahnärztliche Arbeit als Gehalt in den Personalaufwendungen; das Statistische Bundesamt weist den Reinertrag ausdrücklich nicht als Einkommen oder Gewinn aus. Wer in einem Verbund Standorte mit unterschiedlicher Rechtsform oder unterschiedlich vielen angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzten nebeneinanderlegt, vergleicht deshalb nicht Effizienz, sondern Kostenmodelle. Aussagekräftiger wird der Vergleich, wenn die Personalkosten in zahnärztliche und nichtzahnärztliche Entgelte getrennt werden: Die Entgelte für das übrige Team lagen 2023 im Durchschnitt aller Praxen bei 20,8 Prozent und in MVZ bei 24,5 Prozent der Einnahmen, der Abstand ist dort deutlich kleiner als bei der Gesamtquote.

Fragen an Ihr Haus

  • Wie hoch ist an Ihren Standorten der Anteil der Entgelte für das nichtzahnärztliche Team an den Einnahmen, getrennt von den Gehältern der angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte?
  • Welcher Ihrer Standorte läge über dem Durchschnitt von 14,6 Prozent für Fremdlabor, und liegt das am Behandlungsspektrum oder an der Laborwahl?

Quellen

Datenstand: Daten der Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich für das Berichtsjahr 2023, Statistischer Bericht des Statistischen Bundesamtes, erschienen am 24. Juli 2025. Anteile an den Einnahmen je Praxis; die Werte für MVZ sind teilweise statistisch eingeschränkt aussagekräftig, Reinertrag für MVZ nicht ausgewiesen.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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