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Krankenstand im Gesundheitswesen: Vertretung wird Standortfrage

6,2 Prozent betrug der Krankenstand 2025 im Gesundheitswesen laut Krankenstands-Analyse der DAK-Gesundheit, der höchste Wert aller Branchen und nach eigener Berechnung rund 15 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten. Gilt der Branchenwert auch für ein Zahnarzt-MVZ mit mehreren Standorten, fehlt rechnerisch an einem durchschnittlichen Tag etwa jede sechzehnte Arbeitskraft, und wer einspringt, muss kurzfristig geklärt werden.

Die Zahlen

  • Der Krankenstand der bei der DAK-Gesundheit versicherten Beschäftigten lag 2025 laut DAK-Krankenstands-Analyse (mit dem IGES Institut, rund 2,4 Millionen Beschäftigte) bei 5,4 Prozent, im Schnitt 19,5 Fehltage je Kopf.
  • Das Gesundheitswesen hatte 2025 laut DAK-Gesundheit mit 6,2 Prozent den höchsten Krankenstand aller Branchen, die Datenverarbeitung mit 3,4 Prozent den niedrigsten.
  • Eine Krankschreibung dauerte 2025 laut DAK-Gesundheit im Durchschnitt knapp zehn Tage; die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen stiegen um 6,9 Prozent auf rund 366 Tage je 100 Versicherte.

Unsere Einordnung

Ein Krankenstand von 6,2 Prozent klingt nach einer Durchschnittsgröße, im Dienstplan zeigt er sich als Ereignis: Ausfälle treffen nicht jeden Standort gleichmäßig, sondern einzelne Teams an einzelnen Tagen, und bei einer mittleren Dauer von knapp zehn Tagen geht es meist um Lücken von ein bis zwei Wochen, nicht um Monate. In einem kleinen Team fällt dann schnell ein großer Teil der Assistenz an einem Standort aus, während ein anderer Standort desselben Verbunds voll besetzt ist. Der Verbund hat damit eine Reserve, die eine Einzelpraxis nicht hat, aber nur, wenn vorher geklärt ist, wer an welchem Standort einspringen kann, wie lange die Anfahrt dauert und ob Abläufe, Material und Software dort gleich sind. Fehlt diese Klärung, wird jede Krankmeldung zur Einzelentscheidung am Morgen, und die Reserve bleibt auf dem Papier. Zu beachten ist: Die Branche Gesundheitswesen der DAK umfasst auch Krankenhäuser und Pflege, eine eigene Auswertung für Zahnarztpraxen enthält die Analyse nicht.

Fragen an Ihr Haus

  • An wie vielen Tagen im vergangenen Quartal hat an einem Ihrer Standorte eine Krankmeldung zu abgesagten oder verschobenen Terminen geführt?
  • Wie viele Ihrer Mitarbeitenden könnten morgen an einem anderen Standort arbeiten, ohne dort erst eingearbeitet zu werden?

Quellen

Datenstand: Daten der DAK-Gesundheit für das Gesamtjahr 2025 (Auswertung durch das IGES Institut, rund 2,4 Millionen DAK-versicherte Beschäftigte), veröffentlicht am 20. Januar 2026. Branche Gesundheitswesen ohne eigene Auswertung für Zahnarztpraxen; der Abstand zum Durchschnitt und die Ausfallquote je Kalendertag sind eigene Berechnungen aus den Krankenstandswerten.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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