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GKV-Ausgaben Zahnmedizin: Der Anteil am Kassentopf sinkt

Die gesetzlichen Krankenkassen gaben 2024 laut Kennzahlen des Bundesgesundheitsministeriums nach eigener Berechnung aus den absoluten Ausgaben rund 3,5 Prozent mehr für zahnärztliche Behandlung einschließlich Zahnersatz aus, während ihre Leistungsausgaben insgesamt um 8,2 Prozent wuchsen. Für einen Verbund mit mehreren Standorten ist das der Maßstab, an dem sich das Kassenwachstum jedes Standorts messen lässt: Der Topf, aus dem es kommt, wächst langsamer als das System.

Die Zahlen

  • Nach eigener Berechnung aus den absoluten Ausgaben der BMG-Kennzahlen (Stand Dezember 2025) stiegen die GKV-Ausgaben 2024 für zahnärztliche Behandlung ohne Zahnersatz um 3,4 Prozent und für Zahnersatz um 3,7 Prozent, die Leistungsausgaben insgesamt um 8,2 Prozent und die Krankenhausbehandlung um 8,8 Prozent.
  • Nach eigener Berechnung aus denselben BMG-Kennzahlen fiel der Anteil der zahnärztlichen Behandlung einschließlich Zahnersatz an den GKV-Leistungsausgaben von 6,9 Prozent im Jahr 2013 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024.
  • Von 2013 bis 2024 wuchsen die GKV-Ausgaben für die Zahnmedizin nach eigener Berechnung aus den BMG-Kennzahlen um 44 Prozent, die Leistungsausgaben insgesamt um 71 Prozent; der Zahnersatz machte 2024 knapp 23 Prozent der zahnmedizinischen Kassenausgaben aus.

Unsere Einordnung

Wer Standorte nach dem Kassenumsatz vergleicht, sieht meist nur, ob ein Standort gegenüber dem Vorjahr zugelegt hat. Die BMG-Zahlen liefern einen zweiten Maßstab: 2024 wuchs der gesamte zahnmedizinische Kassentopf um rund 3,5 Prozent. Ein Standort, der im Kassenbereich ähnlich zulegt, ist nur mit dem Markt mitgelaufen; erst darüber gewinnt er Anteile, darunter verliert er welche, auch wenn seine eigene Zahl steigt. Dass die Leistungsausgaben 2024 mehr als doppelt so schnell wuchsen wie die Zahnmedizin und seit 2013 deutlich schneller, heißt zugleich, dass die Zahnmedizin bei den Kassen seit Jahren an Gewicht verliert. Ein Verbund, der sein Wachstum aus dem Kassenbereich erwartet, rechnet deshalb mit einem Topf, der langsamer wächst als die übrigen Leistungsbereiche, und sollte das Wachstum seiner Standorte gegen diesen Topf lesen, nicht gegen die Schlagzeilen über steigende Gesundheitsausgaben.

Fragen an Ihr Haus

  • Um wie viel Prozent ist der Kassenumsatz jedes Ihrer Standorte 2024 gewachsen, und welche Standorte lagen über den rund 3,5 Prozent des gesamten zahnmedizinischen Kassentopfs?
  • Welcher Anteil des Wachstums Ihres Verbunds kam in den letzten Jahren aus dem Kassenbereich und welcher aus Privatleistungen?

Quellen

Datenstand: Daten für die Jahre 2013 bis 2024 (endgültige Jahresrechnungsergebnisse KJ1): Bundesgesundheitsministerium, Gesetzliche Krankenversicherung, Kennzahlen und Faustformeln, Stand Dezember 2025. Alle Wachstumsraten und Anteile sind eigene Berechnungen aus den dort ausgewiesenen absoluten Ausgaben; die in der Quelle genannten Veränderungsraten gelten je Versicherten und werden hier nicht verwendet.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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