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Existenzgründung Zahnarzt: Das MVZ wächst an der Statistik vorbei

Von den allgemeinzahnärztlichen Existenzgründungen, die die apoBank 2024 finanziert hat, entfielen laut InvestMonitor Zahnarztpraxis 2024 von IDZ und apoBank 72,5 Prozent auf Einzelpraxen, 26,6 Prozent auf Berufsausübungsgemeinschaften und nur 0,9 Prozent auf sonstige Formen wie Praxisgemeinschaft oder MVZ. Für einen Verbund heißt das: Die Gründungsstatistik beschreibt den Weg einzelner Zahnärztinnen und Zahnärzte in die eigene Praxis, das Wachstum der Gruppen findet daneben statt.

Die Zahlen

  • Von den allgemeinzahnärztlichen Existenzgründungen 2024 in der Stichprobe von IDZ und apoBank entfielen 72,5 Prozent auf Einzelpraxen, 26,6 Prozent auf Berufsausübungsgemeinschaften und 0,9 Prozent auf sonstige Formen wie Praxisgemeinschaft oder MVZ.
  • 30 Prozent der männlichen Existenzgründer entschieden sich 2024 laut IDZ und apoBank für eine Berufsausübungsgemeinschaft, bei den Gründerinnen waren es 22 Prozent.
  • In Gemeinden unter 5.000 Einwohnern waren 2024 laut IDZ und apoBank 18 Prozent der Gründungen Einzelpraxisneugründungen, in Großstädten über 100.000 Einwohnern 3 Prozent.

Unsere Einordnung

Gelesen wird die Analyse meist als Bild des gesamten Gründungsmarkts. Sie zählt aber Menschen, die über eine Bankfinanzierung Inhaber werden, und MVZ tauchen darin kaum auf. Nach KZBV-Zahlen, die das IDZ zitiert, waren zugleich 3,9 Prozent der Zahnarztpraxen MVZ, und das IDZ führt ihren wachsenden Anteil zu einem guten Teil auf die rechtliche Umwandlung bestehender Berufsausübungsgemeinschaften zurück. Ein MVZ entsteht also selten aus einer Gründung, sondern oft aus einer Struktur, die es schon gibt. Für einen Verbund, der wachsen will, zählt deshalb weniger die Zahl der Gründer als die Zahl der Inhaber, die eine Praxis oder Gemeinschaft abgeben oder einbringen wollen. Und in kleinen Gemeinden, wo der Anteil der Einzelpraxisneugründungen laut IDZ deutlich höher ist als in Großstädten, steht ein Verbund nicht nur im Wettbewerb um Abgeber, sondern auch neben frisch gegründeten Einzelpraxen.

Fragen an Ihr Haus

  • Wie viele Ihrer Standorte sind aus einer Übernahme entstanden, wie viele aus einer Umwandlung und wie viele aus einer Neugründung?
  • Wie viele Inhaber in der Umgebung Ihrer Standorte werden in den nächsten fünf Jahren abgeben wollen, und wie viele davon kennen Sie persönlich?

Quellen

Datenstand: Daten der apoBank-Finanzierungen zahnärztlicher Existenzgründungen für 2024 (538 auswertbare Fälle, davon 455 allgemeinzahnärztlich; Stichprobe, keine Vollerhebung), InvestMonitor Zahnarztpraxis 2024 von IDZ und apoBank, veröffentlicht am 24. Oktober 2025; MVZ-Anteil an den Praxen nach KZBV, zitiert im InvestMonitor.

Recherchiert mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Johannes Beyer am 24. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns an info@blue-panda.de.

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